ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften: Ziele greifbar und messbar machen.
Wir freuen uns, dass Sie Ihr Unternehmen nachhaltiger gestalten und einen aktiven und messbaren Beitrag zum nachhaltigen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft leisten wollen. Der ZNU-Standard unterscheidet sich von anderen Nachhaltigkeitsstandards durch seine ganzheitliche Herangehensweise. Während viele Standards lediglich spezifische Nachhaltigkeitsdimensionen abdecken, integriert der ZNU-Standard alle relevanten Themen und fördert die langfristige Etablierung eines integrierten Managementprozesses.
Was ist der ZNU-Standard?
Der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften ist ein extern zertifizierbarer Standard für die Implementierung eines ganzheitlichen Managementprozesses für nachhaltige Unternehmensführung. Die Zertifizierung stellt sicher, dass sich das Unternehmen ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und sich in den wesentlichen Handlungsfeldern am jeweiligen Standort und entlang der Wertschöpfungsketten systematisch weiterentwickelt. Dafür findet jährlich eine Begutachtung durch akkreditierte Zertifizierungsstellen statt. Der ZNU-Standard ist seit 2012 der erste praxiserprobte Standard für nachhaltigeres Wirtschaften, der neben der nachhaltigen Unternehmensführung alle drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales berücksichtigt. Er ermöglicht Unternehmen und Akteur:innen von der Defensive in die Offensive zu gelangen; von der reinen Einhaltung von Nachhaltigkeitsrichtlinien zum Erleben und Ausschöpfen der Potenziale von nachhaltigerem Wirtschaften.
Für wen ist der Standard gemacht?
Alle Unternehmen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit und den ESG-Handlungsfeldern messbar weiterentwickeln wollen, können den ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften nutzen: vom KMU bis zum großen international tätigen Konzern, vom Herstellbetrieb über Dienstleister bis hin zu allen anderen Organisationen, z. B. Sportvereinen. Der ZNU-Standard ist modular aufgebaut. Er lässt sich unkompliziert auf jede Branche und Unternehmensgröße anpassen, indem er sich an den wesentlichen Handlungsfeldern des Unternehmens orientiert.
Was stellt die Prüfung nach dem ZNU-Standard sicher?
„Die erfolgreiche Zertifizierung durch unabhängige Dritte nach dem ZNU-Standard stellt sicher, dass das Unternehmen Jahr für Jahr nachhaltiger wirtschaftet:
Es hat einen ganzheitlichen Lernprozess „Nachhaltiger Wirtschaften“ integriert, entwickelt sich bei seinen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen am Standort und entlang der Wertschöpfungsketten messbar weiter und leistet so einen engagierten, fortlaufenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft.“
Drei gute Gründe für den ZNU-Standard
Praxisorientiert
Der ZNU-Standard fördert systematische Integration, Resilienz und Innovation durch praxisnahe Ansätze und ermöglicht kontinuierliche Verbesserungen im nachhaltigen Wirtschaften.
Ganzheitlich
Er integriert Umwelt, Wirtschaft und Soziales in die Unternehmensführung und bietet eine umfassende, messbare Grundlage für nachhaltige Entwicklung und systematische Fortschritte.
Glaubwürdig
Durch die Zertifizierung schafft der ZNU-Standard Vertrauen, stärkt die Kommunikation und hilft, regulatorische Anforderungen und Berichterstattungspflichten zu erfüllen.
Zertifizierte Unternehmen
- Heidemark GmbH
- Molkerei Söbbeke GmbH
- Sparkasse Osnabrück
- FC Köln GmbH & Co. KGaA
- Agrarfrost GmbH
- apetito AG
- apetito catering B.V. & Co. KG
- apoprojekt GmbH
- Aunde Group SE
- AVO-Werke August Beisse GmbH
- Miller-Consulting GmbH
- Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG
- Naabtaler Milchwerke GmbH & Co. KG, Privatmolkerei Bechtel
- Berief Food GmbH
- Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH
- Bösch Boden Spies GmbH & Co. KG
- Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH & Co. KG
- Bitburger Braugruppe GmbH
- CORVIS GmbH
- Erzeugergroßmarkt Langförden-Oldenburg eG
- Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH
- Engel & Zimmermann GmbH
- Erlenbacher Backwaren GmbH
- fjol GmbH
- Frauenrath Beteiligungs GmbH
- Gartenbauzentrale e.G.
- Gelato Classico - Die Eismanufaktur GmbH
- Gemüsering Stuttgart GmbH
- Göbber GmbH
- GV Management GmbH
- Holle baby food AG
- Rudolf und Robert Houdek GmbH
- Immergut GmbH & Co. KG
- vitfrisch Gemüse-Vertrieb eG
- Katjes Fassin GmbH + Co. KG
- Ornua Deutschland GmbH
- Klüh Service Management GmbH
- KuchenMeister GmbH
- Lebkuchen-Schmidt GmbH & Co
- Leiber GmbH
- Mählmann Gemüsebau GmbH & Co. KG
- Maintal Konfitüren GmbH
- MERA Tiernahrung GmbH
- Institut Kirchhoff Berlin GmbH
- Planemos GmbH
- Popp Feinkost GmbH
- Rabe Moden GmbH
- Rebional GmbH
- Alfred Ritter GmbH & Co. KG
- Rücker GmbH
- Haus Schaeben GmbH & Co. KG
- Schne-frost Ernst Schnetkamp GmbH & Co. KG
- Schnitzer Produkions GmbH
- Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg
- SALOMON FoodWorld GmbH
- Steinbildhauerei Vincent
- Thermotraffic GmbH
- https://www.toepfer-babywelt.de/nachhaltigkeit/v
- trinkkontor GmbH
- VOK DAMS Gesellschaft für Kommunikation mbH
- Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH
- Wernsing Feinkost GmbH
- Windel GmbH & Co. KG
Das sagen zertifizierte Unternehmen:
Stefan Kauß, Leiter Nachhaltigkeit und Sicherheit bei der Bitburger Braugruppe
Harald Lochmann, Geschäftsführer der Erlenbacher Backwaren GmbH
ZNU-Standard 2026
Hier finden Sie alle Dokumente des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2026 zum Download.
ZNU-Standard 2018
Hier finden Sie alle Dokumente des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2018 zum Download.
Der ZNU-Standard 2026 ist veröffentlicht. Alles zu den Änderungen und Übergangsfristen finden Sie in unseren FAQ.
Der Zertifizierungsprozess
Von der Entscheidung bis zur erfolgreichen Zertifizierung: Der ZNU-Standard unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeit strukturiert und strategisch umzusetzen. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Schritte zusammengefasst.
Vorbereitung
1. Status Quo ermitteln
Abgleich Ihres bestehenden
Managementsystems mit den aktuellen Anforderungen des ZNU-Standard
Nachhaltiger Wirtschaften.
2. Begutachtungsaufwand ermitteln
Sie wählen eine zugelassene Zertifizierungsstelle aus, die Ihnen ein detailliertes Angebot erstellt. Darin enthalten sind Begutachtungsdauer/-kosten, Begutachtungstermin und Begutachtungsplan. Ein Zertifizierungszyklus (Angebot) geht über 3 Jahre.
3. Begutachtung vorbereiten
Zur optimalen Begutachtungsvorbereitung gehören die Dokumentation und das Monitoring des Prozesses “Nachhaltiger Wirtschaften” inklusive eines Ziel-und Maßnahmenplanes Ihrer
Nachhaltigkeitsaktivitäten.
Durchführung
4. Begutachtung durchführen
Eingangsbesprechung & Dokumentenprüfung, Betriebsrundgang & Mitarbeitendenbefragung, Schlussfolgerungen & Abschlussgespräch, Erstellung eines Maßnahmenplans
5. Auditbericht erhalten
Die Begutachterin / der Begutachter prüft den vervollständigten Maßnahmenplan und verfasst den Auditbericht, den Sie nach dem internen Review der Zertifizierungsstelle erhalten. Eventuelle Abweichungen müssen vorab behoben worden sein.
6. Zertifikat erhalten
Die Zertifizierungsstelle entscheidet über die Zertifizierung.
Ist diese erfolgreich, erhalten Sie das offizielle Zertifikat.
Sie möchten mehr erfahren?
In diesem Webinar stellen wir Ihnen die Herangehensweise des ZNU-Standard vor und geben einen Überblick über die wichtigsten Anforderungen auf dem Weg zum Zertifikat. Dabei erwarten Sie Vorträge aus dem ZNU sowie eines Praxispartners aus dem ZNU-Partnernetzwerk. Die Videokonferenz bietet außerdem Raum, entstehende Fragen zu klären.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Allgemein
- Wer ist der Standardgeber?
Der Standardgeber ist das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke.
- Welches Ziel verfolgt der ZNU-Standard?
Der ZNU-Standard ist ein Gemeinschaftswerk von Wissenschaft und unternehmerischer Praxis und zielt darauf, die nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft messbar zu fördern. Er unterstützt Organisationen dabei, ihre bisherigen Nachhaltigkeitsaktivitäten zu strukturieren und gezielt und richtungssicher weiterzuentwickeln – driving sustainable change.
- Was stellt die Zertifizierung nach dem ZNU-Standard sicher?
Im Kern stellt eine Zertifizierung nach dem ZNU-Standard sicher, dass das Unternehmen einen ganzheitlichen Lernprozess „Nachhaltiger Wirtschaften“ integriert hat, sich in seinen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen am Standort und entlang der Wertschöpfungsketten messbar weiterentwickelt und so einen engagierten, fortlaufenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft leistet; kurz, dass ein Unternehmen Jahr für Jahr nachhaltiger wirtschaftet.
- Wie grenzt sich der ZNU-Standard zu anderen Systemen/Standards ab?
Der ZNU-Standard hilft Unternehmen, einen ganzheitlichen Managementprozess „Nachhaltiger Wirtschaften“ zu implementieren und sich messbar in ihren wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen an ihrem Standort und entlang ihrer Wertschöpfungsketten weiterzuentwickeln.
Im Vergleich zu vielen anderen Standards ist er ganzheitlich angelegt und umfasst alle wichtigen Themen der Nachhaltigkeit und nicht nur eine Dimension. Außerdem geht es um die langfristige Etablierung eines integrierten Managementprozesses, der Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten im Bereich Nachhaltigkeit unterstützen kann. Klar abzugrenzen ist er jedoch von den gängigen Berichtsstandards.
Der ZNU-Standard ist ein freiwilliger Standard, der von Wissenschaft und unternehmerischer Praxis gemeinsam erarbeitet wurde. Im Gegensatz zu anderen Standards zeichnet er sich insbesondere durch jährliche Vor-Ort-Prüfungen durch unabhängige Dritte aus, sowie durch seinen ganzheitlichen Charakter, der Lerndynamik und Innovation auf Unternehmens- und Produktebene fordert und fördert.
Trotz Förderung nachhaltiger Produktionsprozesse ist er kein reiner Produktstandard und steht dementsprechend nicht in Konkurrenz zu FSC, Bio, Fair Trade und Co. Vielmehr wird in der Kombination des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften mit etablierten Produktstandards eine große Chance gesehen, ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement und produktbezogene Aktivitäten zu Einzelthemen so zu verknüpfen, dass das unternehmerische Engagement insgesamt mit größtmöglicher Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit nach außen getragen werden kann.
- Wie ist das Verhältnis des ZNU-Standard zu CSRD / ESRS, VSME, CSDDD, EmpCo, EnEfG, IED u. a. Regularien?
Der ZNU-Standard ist der weltweit erste ganzheitliche Nachhaltigkeitsstandard für Organisationen, der extern zertifizierbar und in staatlicher Überprüfung ist.
Er ist kein Berichtsstandard, sondern fordert und fördert die konkrete Verbesserung bei Prozessen und der Nachhaltigkeits-Performance. Der ZNU-Standard bietet daher die ideale Basis für eine fundierte und systematisch erfolgreiche Berichterstattung, z. B. auch mit Blick auf die CSRD/ESRS.Berichtsstandards (CSRD/ESRS, VSME, DNK, GRI): Unternehmen, die den ZNU-Standard anwenden, sind sehr gut auf Nachhaltigkeitsberichtsrahmen vorbereitet, müssen aber – sofern berichtspflichtig – darüber hinaus die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Standards erfüllen. Für CSRD-pflichtige Unternehmen bietet der ZNU-Standard 2026 eine pragmatische Systematik, die den regelmäßigen Reportingprozess erleichtert, da die hinter den Indikatoren und Datenpunkten liegenden Prozesse dauerhaft und messbar verbessert werden. Für KMU, die nach dem VSME-Standard freiwillig berichten, ist der ZNU-Standard besonders anschlussfähig: Seine Struktur deckt die wesentlichen Themenfelder des VSME ab und ermöglicht eine ressourcenschonende Berichterstattung.
Lieferkettensorgfalt (CSDDD, LkSG): Die CSDDD und das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verlangen systematisches Risikomanagement entlang der Lieferkette und wurden im ZNU-Standard 2026 berücksichtigt. ZNU-Standard-Handlungsfelder wie z. B. Beschaffung, Menschenrechte und Wertschöpfung liefern hierfür eine strukturierte operative Basis. Der ZNU-Standard ersetzt keine rechtliche Compliance-Prüfung, erleichtert aber den Aufbau der geforderten Prozesse erheblich.
Nachhaltigkeitskommunikation (EmpCo): Die EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) hat die Abschaffung unbelegter Umweltaussagen zum Ziel. Die ZNU-Standard-Zertifizierung selber erfüllt die Anforderungen der EmpCo an ein Zertifizierungssystem. Alle Nachhaltigkeits- bzw. Umweltaussagen müssen gemäß EmpCo transparent belegt werden, hierbei kann der ZNU-Standard unterstützen. Das reduziert das Risiko, in den Bereich des Greenwashings zu geraten, erheblich.
Operative Umwelt- und Energiepflichten (EnEfG, IED / 45. BImSchV): Regulierungen wie die Energieeffizienzrichtlinie (EED) oder die Industrieemissionsrichtlinie (IED) samt ihrer nationalen Umsetzungen (EnEfG bzw. 45. BimSchV) sind operative Compliance-Pflichten. Der Prozess Denken – Handeln – Messen – Kommunizieren sowie die ZNU-Standard-Handlungsfelder Energie, Klimaschutz, Klimaanpassung u. a. unterstützen Unternehmen dabei, die notwendigen Strukturen und Maßnahmen zu etablieren. Sie ersetzen jedoch keine Rechtsprüfung und keine behördlich geforderten Nachweise – sind aber ein sinnvoller Rahmen, um die Anforderungen systematisch zu managen.
Der ZNU-Standard ist kein Ersatz für regulatorische Pflichten, aber ein wirksames Instrument, das Unternehmen in die Lage versetzt, die Anforderungen vieler Regularien strukturiert, nachweisbar und dauerhaft zu erfüllen.
- Wie ist das Verhältnis des ZNU-Standard zu EcoVadis?
Im Gegensatz zum ZNU-Standard, der ein extern überprüfbarer Standard für die Implementierung eines ganzheitlichen Managementprozesses für Nachhaltige Unternehmensführung ist, ist EcoVadis ein internationales Rating-System und bewertet Aktivitäten entlang der Lieferketten. Die ZNU-Standard-Zertifizierung stellt sicher, dass sich das Unternehmen ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und sich in den wesentlichen Handlungsfeldern am jeweiligen Standort und entlang der Wertschöpfungsketten systematisch weiterentwickelt. Dafür findet jährlich eine Begutachtung vor Ort durch akkreditierte Zertifizierungsstellen statt. Der ZNU-Standard deckt insbesondere durch die Handlungsfelder Beschaffung, Gerechte Wertschöpfung, Lohngerechtigkeit Anforderungen, die EcoVadis fordert, ebenso ab. Ein Abgleich der beiden Systeme finden sich auch in der Datenbank www.standardsmap.org des ITC der WTO. Erste Akteure wie die Deutsche Bahn erkennen den ZNU-Standard als äquivalent zu EcoVadis an.
- Wer kann sich nach dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifizieren lassen?
Alle Organisationen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit messbar weiterentwickeln wollen, können den ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften nutzen: Vom KMU bis hin zum großen international tätigen Konzern mit mehreren Standorten (Multi-Site-Zertifizierung), vom Produktionsbetrieb über Dienstleister und Handelshäuser – unabhängig von ihrer Branche. Auch öffentliche Einrichtungen, (Sport-)Vereine und andere Organisationen können sich nach dem ZNU-Standard zertifizieren lassen. Der Standard ist international anwendbar. Einen Überblick über bereits zertifizierte Unternehmen/Organisationen gibt es hier. Lassen Sie sich gerne von unseren ausführlichen Praxisbeispielen inspirieren.
- Wenn ich Interesse habe – wie gehe ich vor?
Wenn Sie Interesse am ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu den Ansprechpersonen der zugelassenen Zertifizierungsstellen auf. Bei unternehmensindividuellen Anfragen können Sie sich auch an ein Beratungsunternehmen wenden. Bei allgemeinen Fragen zum ZNU-Standard kommen Sie gerne via mail über znu@uni-wh.de auf uns zu oder informieren Sie sich hier auf der Webseite. Alle Dokumente rund um den ZNU-Standard finden Sie hier zum kostenfreien Download.
- Wie lange dauert eine Prüfung, was kostet sie und wie lange ist ein Zertifikat gültig?
Die Prüfdauer richtet sich nach der Mitarbeitendenanzahl, nach dem Charakter und der Anzahl der Standorte und anderen Kriterien. Eine schnelle, ungefähre Berechnung ermöglicht Ihnen unser Tool für den Prüfaufwand.
Für ein Angebot zur Prüfung und den genauen Kosten wenden Sie sich gerne an die zugelassenen Zertifizierungsstellen.
Ein Zertifikat „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ wird seitens der Zertifizierungsstelle für drei Jahre ausgestellt. Die jährliche Vor-Ort-Prüfung durch unabhängige Dritte stellt sicher, dass die Anforderungen des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften seitens des Unternehmens eingehalten und umgesetzt werden. Vor Zertifikatsablauf besteht die Möglichkeit, dieses durch eine erfolgreich durchgeführte Rezertifizierung für weitere drei Jahre zu verlängern.- Wer darf den ZNU-Standard prüfen? Wer sind die zugelassenen Zertifizierungsstellen?
Eine Übersicht über alle Ansprechpersonen der zugelassenen Zertifizierungsstellen finden Sie hier (Dokument öffnet in neuem Tab).
Für alle Prüfer:innen, die eingesetzt werden, gelten generelle Anforderungen. Die Zulassungsvoraussetzungen finden Sie hier (Dokument öffnet in neuem Tab).
ZNU-Standard 2026 (Revision)
- Warum gibt es eine Revisionsfassung des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften?
Das Ziel des ZNU ist, den Inhalt und die Qualität des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften systematisch weiterzuentwickeln, um den aktuellen Anforderungen von Organisationen mit Blick auf Nachhaltigkeit noch besser gerecht zu werden. Dies erfolgt insbesondere durch die vorausschauende Analyse und Berücksichtigung politischer Rahmenwerke (z. B. UN SDGs, EU Green Deal), privatwirtschaftlicher Normen (z. B. ISO-Normen) und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Konzeption, Umsetzung und Wirksamkeit von Nachhaltigkeitsstandards.
Nach der erstmaligen Veröffentlichung des ZNU-Standard Nachhaltiger WirtschaftenFood im Jahr 2013 folgte mit der Revisionsfassung 2018 die branchenübergreifende und international anwendbare Version ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften. Nach einem umfassenden Revisionsprozess inklusive intensiver Stakeholderdialoge gemäß des ISEAL Standard Setting Code und des Prozesses der staatlichen Anerkennung durch die DAkkS konnte Anfang 2026 die gleichnamige aktualisierte Fassung veröffentlicht werden.
- Was bedeutet eine staatliche Anerkennung durch die DAkkS?
Der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2026 ist ein durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) überprüfter Standard, das heißt der ZNU-Standard 2026 wird durch den Staat anerkannt. Die DAkkS überwacht und prüft die Konformität des ZNU-Standard 2026 mit internationalen Normen zur Standardsetzung (insbesondere die DIN EN ISO/IEC 17065 sowie die DIN EN ISO/IEC 17021). Ob die Zertifizierungsstellen den ZNU-Standard richtig anwenden und die fachliche Kompetenz sowie Verlässlichkeit, Unabhängigkeit und Integrität vorliegen, beurteilt und überwacht die DAkkS regelmäßig. Dadurch wird sichergestellt, dass die rechtlichen und technischen Voraussetzungen einer Zertifizierungsstelle, den ZNU-Standard zu prüfen und zu zertifizieren, vorliegen; kurz, es findet eine Überprüfung der Prüfer:innen statt.
Im Vergleich zur Akkreditierung, die alleine dem Staat vorbehalten ist, bewertet eine zugelassene Zertifizierungsstelle im Rahmen einer Zertifizierung, ob die Anforderungen des ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften in den Unternehmen erfüllt werden und bestätigt dies mit einem Zertifikat.
- Ab wann kann ich den ZNU-Standard 2026 anwenden bzw. prüfen lassen?
Jedem neuen sowie schon zertifizierten Unternehmen steht es ab Veröffentlichung der Revisionsfassung frei, ihre Prüfungen durch eine zugelassene Zertifizierungsstelle nach der neuen Fassung durchführen zu lassen. Eine Umstellung für bereits zertifizierte Unternehmen kann während eines laufenden Zertifizierungszyklus erfolgen. Details zum Ablauf erhalten Sie bei Ihrer Zertifizierungsstelle.
- Welche Übergangsfristen gelten bzw. wie lange sind die Zertifikate nach der Version 2018 noch gültig und ab wann müssen Prüfungen nach der Version 2026 durchgeführt werden?
Bei noch nicht erfolgter Zertifizierung: Für Erstzertifizierungen nach der Version 2018 können bis spätestens 20. März 2028 Zertifikate ausgestellt werden. Alle Erst- und Rezertifizierungen müssen ab 20. März 2028 nach der neuen Version 2026 durchgeführt werden. Ob Ihre Zertifizierungsstelle noch die Version 2018 anbietet, erfragen Sie bitte direkt bei den jeweiligen Ansprechpersonen.
Bei bereits erfolgter Zertifizierung: Die Übergangsfrist beträgt 3 Jahre, d. h. da die neue Fassung am 20. März 2026 veröffentlicht wurde, sind Zertifikate nach der jetzigen Version aus dem Jahr 2018 aufgrund der grundsätzlichen Zertifikatslaufzeit von drei Jahren noch bis maximal 20. März 2029 gültig. Alle Rezertifizierungen müssen spätestens ab dem 20. März 2028 nach der neuen Version 2026 durchgeführt werden. Ob Ihre Zertifizierungsstelle noch die Version 2018 anbietet, erfragen Sie bitte direkt bei den jeweiligen Ansprechpersonen.
Einen Überblick über die Übergangsfristen erhalten Sie folgender Grafik (neues Fenster).
Jedem neuen sowie schon zertifizierten Unternehmen steht es ab Veröffentlichung des ZNU-Standard 2026 frei, ihre Prüfungen durch eine zugelassene Zertifizierungsstelle nach der neuen Fassung durchführen zu lassen. Zur Planung eines optimalen Übergangs vom ZNU-Standard 2018 zum ZNU-Standard 2026 wenden Sie sich gerne an die Ansprechpersonen bei Ihrer Zertifizierungsstellen.
- Was sind die größten inhaltlichen Änderungen beim ZNU-Standard 2026 im Vergleich zum ZNU-Standard 2018?
Im Rahmen der Revision wurden Anforderungen in Z 2 erweitert und z. T. neue Handlungsfelder ergänzt, sodass Z 2 nun insgesamt 47 Anforderungen beinhaltet. Neben der Aufsplittung von Klima in Klimaschutz und Klimaanpassung, wurde das Handlungsfeld Finanzen ergänzt.
Die größten inhaltlichen Änderungen in bestehenden Handlungsfeldern sind: Früherkennung (doppelte Wesentlichkeit); Klimaschutz (Ergänzung Scope 3 Elemente) und Erweiterungen bei den Anforderungen Verpackung, Biodiversität und Menschenrechte.
Das detaillierte Änderungsprotokoll zu den Anforderungen im Vergleich zum ZNU-Standard 2018 finden Sie hier (Download: Excel Tabelle).Außerdem gibt es zur Erleichterung der Prüfung 13 verpflichtende Dokumente, die für eine erfolgreiche Zertifizierung mindestens erforderlich sind und spätestens in der Prüfung vorzulegen sind. Zusätzlich zu den unternehmensindividuellen Indikatoren müssen zukünftig fünf verpflichtende Indikatoren im jährlichen Prüfbericht (Annex III) dokumentiert werden.
- Welche weiteren relevante Änderungen gibt es im ZNU-Standard 2026 im Vergleich zum ZNU-Standard 2018?
Im ZNU-Standard 2026 wird es zur Prüfung der Zertifizierungsfähigkeit vor jeder Erstzertifizierung vor Ort eine Remote-Vorprüfung geben. Zudem wird die Bewertung der Anforderungen im Standard ergänzt um die mögliche Vergabe eines K.O., wenn der Prozess gefährdet ist. Die Bewertungskategorien sowie alles weitere zum Zertifizierungsablauf finden Sie im Dokument Z 4 – Ihr Weg zum Zertifikat.
- Ändert sich etwas an den Aufwänden für die Zertifizierung?
Die Grundlage für die Berechnung der Prüfdauer bleibt gleich: sie richtet sich nach der Mitarbeitendenanzahl, nach dem Charakter und der Anzahl der Standorte und anderen Kriterien. Auch können Zertifizierungsstellen weiterhin individuelle Reduzierungen oder Erhöhungen anwenden, zum Beispiel auf Grund von einem ausgeprägten Nachhaltigkeitsreifegrad oder umfangreichen Prozessen. Aufgrund der inhaltlichen Änderungen der Anforderungen (vgl. Z 2) werden sich die Aufwände für die Zertifizierung insgesamt etwas erhöhen. Eine schnelle, ungefähre Berechnung ermöglicht Ihnen unser Tool für den Prüfaufwand (Direkter Download; für mehrere Standorte hier klicken). Eine detaillierte Beschreibung zu den Prüfaufwänden für Single-Site-Zertifizierungen finden Sie in Z 4 – Ihr Weg zum Zertifikat (Kapitel Z 4-1.3 Berechnung des Aufwands) und für Multi-Site-Zertifizierungen in Z 5 – Lösungen für mehrere Standorte (Kapitel Z 5-2 Planung, Stichprobenverfahren und Aufwände).
Für ein Angebot zur Prüfung, den Aufwänden und den genauen Kosten wenden Sie sich gerne an die zugelassenen Zertifizierungsstellen.- Ab wann darf ich die Bildmarken und Icons des ZNU-Standard 2026 verwenden?
Sobald Ihnen ein gültiges Zertifikat ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2026 von Ihrer Zertifizierungsstelle vorliegt, dürfen Bildmarken und Icons des ZNU-Standard gemäß der Regelungen aus Z 6 – Regelungen für die Kommunikation verwendet werden. Es gilt weiterhin, dass Bildmarken und Werbung zum ZNU-Standard nicht auf Produkten abgebildet werden dürfen. Solange Sie ein gültiges Zertifikat ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2018 haben, dürfen Sie selbstverständlich die bisherigen Bildmarken und Icons unter den bisherigen Kommunikationsregeln verwenden (vgl. Übergangfristen).
- An wen kann ich mich bei weitergehenden Fragen wenden?
Bei Fragen rund um den ZNU-Standard und dessen Implementierung wenden Sie sich gerne an znu@uni-wh.de oder an Ihre zuständige Zertifizierungsstelle (Link öffnet in neuem Tab).
Ideen oder Beschwerden zum ZNU-Standard?
Wenn Sie uns eine Idee, eine Beschwerde, einen Hinweis oder Verbesserungsvorschläge mitteilen möchten, freuen wir uns über jegliche Art von Feedback. Für Fragen rund um den ZNU-Standard oder die Zertifizierung wenden Sie sich bitte an unten stehende Kontaktpersonen oder an znu@uni-wh.de.
Fragen zum Standard?
Sie haben Rückfragen zum Inhalt des ZNU-Standard? Kesta Ludemann ist gern für Sie da. Für Informationen zu Implementierung und Internationalisierung wenden Sie sich bitte an Dr. Matthias Hauser.
- Kesta Ludemann Dipl.oec.troph.
- Wiss. Mitarbeiterin ZNU-Standard
-
Kesta.Ludemann@uni-wh.de
- Dr. Matthias Hauser
- Wiss. Mitarbeiter ZNU-Standard
-
Matthias.Hauser@uni-wh.de